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Ergebnisse NÖ Restmüllanalyse 2025

Die Restmüllanalyse wird im Auftrag des Landes Niederösterreich durchgeführt und erfolgt alle fünf Jahre. Sie gibt ein aktuelles, umfassendes Bild darüber, welche Abfallfraktionen im Restmüll enthalten sind, wo Fehlwürfe auftreten und in welchen Bereichen noch Potenziale für Abfallvermeidung und eine bessere Abfalltrennung bestehen.

Die Ergebnisse der Restmüllanalyse 2025 machen deutlich, in welchen Bereichen Niederösterreich bereits wichtige Fortschritte erzielt hat und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.

Die zentralen Erkenntnisse finden Sie im folgenden Überblick:

 

Hier gehören sie nicht hinein!

Vermeidbare Lebensmittelabfälle
sind Lebensmittel, die beim Wegwerfen noch essbar sind oder es bei rechtzeitiger Verwendung noch gewesen wären.
Zum Beispiel schrumpelige Gurken, Joghurt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, Reste von Beilagen wie Reis oder Nudeln, trocken gewordenes Brot oder das letzte Pizzastück vom Vortag.

Nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle:
Das sind Teile von Lebensmitteln, die beim Kochen oder Zubereiten üblicherweise nicht gegessen werden.
Zum Beispiel Eierschalen, Gemüseschalen, Apfelgehäuse oder Fischgräten.

Organik:
Das sind hauptsächlich Gartenabfälle.
Zum Beispiel Gras, Äste, Laub, Strauch- und Grünschnitt, Schnittblumen, Topfpflanzen (ohne Topf)

Hier gehören sie nicht hinein!

In den Wertstoffen steckt noch viel Verwertbares drinnen. Richtig getrennt können Papierfasern bis zu achtmal recycelt werden und zu neuen Produkten wie Zeitungen, Toilettenpapier oder Tragetaschen verarbeitet werden. Kunststoff-, Metall- und Aluminiumverpackungen lassen sich durch moderne Sortieranlagen effizient trennen und recyceln. So bleiben Materialien im Kreislauf, statt im Müll zu enden. Und sortenreines Altglas kann zu neuem Glas werden. Hier ist es besonders wichtig, nach Farben zu trennen. Schon eine kleine Menge buntes Glas stört im Weißglas den Recyclingprozess und macht ganze Chargen unbrauchbar.

Hier gehören sie nicht hinein!

Leider finden sich Gerätebatterien wie klassische lose Konsumbatterien bis hin zu Lithium-Ionen-Akkus, wie in Handys und Werkzeugen enthalten, im Restmüll. Auch Stromspeicher und Batterien von Fahrzeugen wurden gefunden. Jeder dieser Fehlwürfe ist brandgefährlich: Batterien können sich entzünden und Brände in Müllfahrzeugen oder Anlagen auslösen. Deshalb gehören sie keinesfalls in den Restmüll, sondern in die dafür vorgesehenen Sammelstellen.

Benutzte Taschentücher, Servietten, Küchenrolle, Feuchttücher, Windeln, Binden, Tampons und Wattestäbchen sind typische Einwegprodukte des Alltags die auch in den Restmüll gehören. Aber es gibt längst nachhaltige Alternativen wie waschbare Abschminkpads, wiederverwendbare Menstruationsprodukte oder Mehrwegwindeln. Wer bewusst wählt, kann Müll vermeiden, ohne auf Komfort oder Hygiene zu verzichten.

Beispiele für Inertstoffe

  • Keramikgeschirr
  • Kleintierstreu
  • Holz- und Koksasche
  • Bauschutt (Ziegel, Zement, Putz, Fliesen, Steine)

Beispiele für Sonstige Abfälle

  • Kehricht
  • Stofftiere
  • Spiel- und Werkzeuge aus unterschiedlichem Material
  • Leder und Gummiprodukte (Gürtel, Taschen, Reifen, Gummimatten)
  •  
  • 27.2%

    37 kg/EW

  • Organik
    (inkl. nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle)

    16.4 kg/EW

    Vermeidbare Lebensmittelabfälle

    20.6 kg/EW

  •  
  •  
  • 28.3%

    38.6 kg/EW

  • Papier-Pappe-Karton

    8.2 kg/EW

    Leichtverpackungen

    10.4 kg/EW

    Glas

    4.5 kg/EW

    Metalle

    2.6 kg/EW

    Kunststoff NVP

    3.6 kg/EW

    Holz NVP

    1.4 kg/EW

    Textilien

    7.9 kg/EW

  •  
  •  
  • 1.1%

    1.6 kg/EW

  • Elektroaltgeräte

    1.127 kg/EW

    Batterien inkl. Akkus

    0.136 kg/EW

    Problemstoffe

    0.302 kg/EW

  •  
  •  
  • 14%

    19 kg/EW

  • Hygieneartikel

    19 kg/EW

  •  
  •  
  • 16.5%

    22.4 kg/EW

  • Inertstoffe

    22.4 kg/EW

  •  
  •  
  • 12.9%

    17.6 kg/EW

  • Sonstige Abfälle

    13.133 kg/EW

    Sortierrest

    4.445 kg/EW

  •  

Es handelt sich um gerundete Zahlen. 

EW = Einwohner | NVP = Nicht-Verpackung

Biogener Abfall im Restmüll

vermeidbare Lebensmittelabfälle
nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle
Organik
Mobile Web, 30.8%

Vermeidbare Lebensmittel

Das sind Lebensmittel, die beim Wegwerfen noch essbar sind oder es bei rechtzeitiger Verwendung noch gewesen wären. Zum Beispiel schrumpelige Gurken, Joghurt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, Reste von Beilagen wie Reis oder Nudeln, trocken gewordenes Brot oder das letzte Pizzastück vom Vortag.

Nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle

Das sind Teile von Lebensmitteln, die beim Kochen oder Zubereiten üblicherweise nicht gegessen werden. Zum Beispiel Eierschalen, Gemüseschalen, Apfelgehäuse oder Fischgräten.

Organik

Dazu zählen: Gartenabfälle, Gras, Äste, Laub, Strauch- und Grünschnitt, Schnittblumen, Topfpflanzen (ohne Topf)

Mit der Kampagne „Tatort Tonne“ setzen die NÖ Umweltverbände einen ersten klaren Schritt für mehr Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln. Ein gemeinsamer Aufruf, Lebensmittelverschwendung entschieden entgegenzutreten, denn ein durchschnittlicher Haushalt in Niederösterreich entsorgt pro Jahr noch genießbare Lebensmittel im Gegenwert von rund 500 Euro über den Restmüll.

Miniaturpolizisten inspizieren den Tatort Tonne mit Reisresten.

Batterien

0 Stück Batterien in 120 l-Tonnen pro Jahr

Vorsicht Brandgefahr!

In Niederösterreich landen jährlich rund 1,6 Kilogramm Elektroaltgeräte, Batterien und Akkus pro Person im Restmüll, was eine erhebliche Brandgefahr birgt. Bereits eine einzelne Lithiumbatterie im Restmüll kann durch Beschädigung Brände in Müllfahrzeugen und Recyclinganlagen auslösen. Deshalb ist die korrekte Entsorgung von Batterien und Akkus unverzichtbar, um Brände zu verhindern und wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.

Leichtverpackungen

Mobile Web, 30.8%

Aufklärung lohnt sich!

Der Anteil an Leichtverpackungen im Restmüll ist spürbar gesunken. Ein Erfolg, zu dem auch die Kampagne „Ab ins Gelbe“ maßgeblich beigetragen hat. Immer mehr Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher trennen ihre Verpackungen richtig und sorgen damit dafür, dass wertvolle Materialien im Kreislauf bleiben. Denn jede richtig entsorgte Verpackung ist ein Gewinn für Umwelt und Ressourcen und ein weiterer Schritt hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Hygieneartikel

Vermeidungstipps

Auch im Bereich der Hygieneartikel zählt jede Konsumentscheidung. Obwohl es längst Alternativen wie wiederverwendbare Menstruationsprodukte oder waschbare Abschminkpads gibt, greifen viele weiterhin zu Einwegprodukten. Diese sind zwar im Restmüll korrekt entsorgt, aber dennoch vermeidbar. Mit bewusster Wahl lassen sich Abfälle reduzieren, ohne auf Komfort oder Hygiene zu verzichten.

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